Buntes Strassentreiben in Dunedin

Habe gerade mal wieder Internet, darum heute noch eine schnelle Meldung. Gestern Abend haben wir uns ganz kochfaul eine Domino’s Pizza gegoennt und bei den Jungs auf unserem Parkplatz-Lager ueber dem Saint Clair Beach gegessen. Die Jungs, zum Teil gruen bekleidet, haben im Laufe des Abends ordentlich Bier und Whiskey zu sich genommen um den Saint Pattrick’s Day nach neuseelaendischem Brauch zu begehen. Es war durchaus amuesant die Auswirkungen der Getraenke im Verlauf zu beobachten… Die fuenf Jungs sowie ein Paerchen aus Regensburg, die vor zwei Tagen auch noch zu uns gestossen waren und die die Jungs schon laenger kannten, wollten angeblich spaeter noch durch verschiedene mehr oder weniger irische Bars und Kneipen der Innenstadt ziehen. Das bezweifelten wir irgendwie… Doch wurden wir vom Gegenteil ueberzeugt als sie gegen Elf tatsaechlich zu siebt in einem der Vans in Richtung Stadt davon aechzten – zur Erleichterung unserer Campernachbarn auf dem Parkplatz! :-) Wir konnten uns eigentlich nicht vorstellen, wie die Sieben noch irgendwo hinein gelassen werden sollten, aber schien geklappt zu haben… Spaet in der Nacht machten sie sich bei ihrer Wiederkehr bemerkbar.

Nachdem ich am Vormittag von einem kurzem Meerbad und Kaltdusche zurueck kam, sind die armen Geschoepfe gerade aus ihren Autos hervor gekrochen. Wolfi und ich haben bei deren Anblick so ueberhaupt gar nicht bereut, nicht mit ihnen unterwegs gewesen zu sein! :-) Bei strahlender Sonne haben wir sie zurueck gelassen um frisch und munter Dunedins Treiben anzuschauen. Hier sollte gerade das Fringe Festival mit einigen Strassenkuenstlern und -musikern statt finden. Kaum hatten wir Joy vorm Supermarkt (einziger kostenloser Parkplatz der Innenstadt, aber 2h-Limit) abgestellt, hupte es ploetzlich. Habe gestern noch von ihnen geschrieben und nun stuermten sie live auf uns zu: die Franzosen Marielle und Nico! Total unverhofft! Da die beiden aber momentan mit Teilen ihrer Familie auf Suedinsel-Reise waren und zu einer Tour weiter mussten, blieb nicht viel Zeit. Vielleicht klappt es morgen noch einmal. Lustig! :-) Wolfi und ich sind durch einige Laedchen der huebschen Innenstadt geschlendert, die unter anderem aufgrund von Architketur, dem lebendigen Wuseln und ueberhaupt der Atmosphaere mal wieder ziemlich an Christchurch erinnerte! Bevorzugte Ziele waren – wie immer – neben diversen Troedel-, Schnaeppchen- und Second-Hand-Shops (habe in einem dieser OP-Shops heute drei Jugglingbaelle fuer nur 1 NZD bekommen!) der Dick Smith (bissl wie Media Markt) sowie der Rockshop (Musikgeschaeft, wo wir gerne mal Gitarren, Ukulelen oder andere Instrumente ausprobieren). Anschliessend wollten wir das Kunstmuseum besichtigen, sind allerdings zehn Meter hinter dem Einlass in einen Video-Raum gefallen, von dem wir uns irgendwie nicht mehr losreissen konnten. Gab da an mehreren Computern coole Videos zur Auswahl. Haben Dokus ueber Opo, den Delfin vom Northland, und Kiwiana, die Neuseeland-Kultur, angeschaut! So interessant, dass uns fuer die restliche dreistoeckige Kunstausstellungen nur noch wenige Minuten blieben, weil Joy dringend umgeparkt werden musste. Im Schnelldurchlauf ging es bloss durch das Erdgeschoss. Auf dem Weg zum Auto hielt uns noch ein Gitarren-Saxophon-Duo auf der Wiese des zentralen Okatgons auf, dem wir natuerlich auch kurz zuhoeren mussten. Gerade als wir weiter wollten, stuermte der kanadische Gitarrist auf uns zu, riss mir meine neu erworbenen Jugglingbaelle aus der Hand und jonglierte begeistert. Er lud uns ein am Abend noch irgendwohin zu kommen, wo Feuerkuenstler zu ihrer Gitarren-Saxophon-Musik auftreten wuerden… Klang ja ganz interessant! Also sitzen wir hier noch immer in der Innenstadt und vertreiben uns die Zeit. Waren uns nicht ganz schluessig, ob wir heute oder morgen aufbrechen, doch nun sieht es eindeutig nicht nach heute aus. :-) Die Jungs gehen morgen zu einem grossen Rugby-Spiel ins Stadion. Auch die Franzosen werden dort sein. Nun sind wir schon am Ueberlegen, ob wir uns auch noch Karten besorgen. Andernfalls geht es morgen an der Ostkueste in Richtung der runden Steine und Pinguinstadt Oamaru weiter. Felix und Marian haben vom Weingut nach anfaenglicher Absage nun auch noch ein Arbeitsangebot ab Dienstag bekommen. Werden also wahrscheinlich fuer zwei bis vier Tage noch einmal zu viert auf unserem alten Bendigo Parkplatz am See hausen und Weinreben ernten, bevor es an die Westkueste geht. Am 09. April wird die Faehre Wolfi, mich und Joy zurueck auf die Nordinsel schippern… Hui! :-/

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