Die ersten Tage: Nudeln, Handy, Nudeln, Steuernummern…

Nach unserem letzten Eintrag haben wir uns im Regenschauer-Sonnenschein-Wechselwetter aufgemacht nach draußen, sind allerdings nur 150m weit bis zu einem Vodafone-Shop gekommen. Wir haben uns dort eine PrepaySIM-Karte für mein Handy gekauft, sind wieder zurück ins Hostel, haben sie aktiviert, getestet und weil sie auch in Wolfis Mobile-Internet-Stick funktioniert hat, haben wir gleich noch eine zweite Prepay-Karte für ihn besorgt. Müssen uns ja auch untereinander erreichen können, falls wir mal nicht zusammen unterwegs sind. Damit hatten wir auch endlich die Möglichkeit Kontakt zur Hamburgerin aufzunehmen, die uns per Mail bereits ihre neue NZ-Handynummer geschickt hatte. Wir haben uns am Nachmittag mit ihr in der City von Auckland getroffen, saßen bei Starbucks, haben gequatscht, uns über Organisatorisches ausgetauscht und sind ein wenig herumspaziert.

Die Zeit ging so schnell um, dass wir erst nach Acht wieder im Hostel waren und da das uns zu spät zum Kochen war, gab es wieder Mikrowellenfood – wieder Nudeln in Käsesoße.

Heute früh haben wir uns gleich noch einmal mit Jelle, der Hamburgerin, verabredet um zusammen auf dem PostOffice unsere Steuernummern (IRD-Nummern) zu beantragen. Das war einfacher als gedacht und in zehn Tagen werden wir jeder eine eigene IRD-Nummer besitzen. Damit dürfen wir dann offiziell jobben.

Auf der Post trafen wir ein nettes australisches Ehepaar, das sich mit uns über den Neuseeland-Slang des Postangestellten amüsierte. Wir sind den beiden kurz darauf an der Bushaltestelle erneut begegnet, wo sie uns sofort von sich aus halfen den richtigen Bus für unsere kleine kostenlose Bustour durch die Innenstadt zu finden. Nach der Rundfahrt haben wir uns auf einen Automarkt begeben, um mal die preisliche Lage der Vans und Kombis auszukundschaften. Huiuiuiiiii, es war doch ziemlich erschreckend: Unsere Preisvorstellungen liegen irgendwie viel zu niedrig und unsere Vorstellungen vom Zustand des Mobils zu hoch :-/ Die meisten der Händler waren nicht gerade vertrauenserweckend, zumal wir am Vorabend im Internet noch herausgefunden hatten, dass 90% der Verkäufer auf solchen Märkten organisierte Betrüger sind. Nur ein einziger deutscher Backpacker wirkte ehrlich und ganz nett auf uns, wollte jedoch enorm viel Geld (3800 NZD, also ca. 2000€) für einen sehr alten, angerosteten Van (1988, 300.000km). Wolfi hat die Chance einer Probefahrt genutzt um erstmalig als Fahrer im Linksverkehr aufzutreten und er hat auch bloß für einen klitzekleinen Moment ausversehen die rechte Spur eingeschlagen… ;-)

Etwas entsetzt über die Preise und Autos sind wir zu dritt im ständigen Wechsel von kurzen, starken Regenschauern, heftigen Sturmböen und wärmender Sonne (so ein Wetterwechsel von einer auf die andere Minute geschieht hier andauernd!) weiter an den Hafen der “City of Sails” geschlendert. In einem Einkaufszentrum haben wir ein wenig Fastfood zu uns genommen und als Krönung niedliches Teddy- und Monster-Softeis vernascht… Hmmmm, gesund war es nicht, aber satt waren wir immerhin! Danach mussten wir noch kurz meinem neuen Hobby, dem Prospekte-Sammeln, im Infocenter nachgehen und haben uns so langsam auf den Heimweg begeben. Auf diesem fand sich sogar noch ein toller, neuer Daypack für mich (kleiner Rucksack für Tagestouren oder auch bekannt als Bauch des Käfers, wenn man zwei Rucksäcke aufhat) :-)

Da wir keine Lust mehr auf Laufen hatten, sind wir mit einem Bus zurückgefahren, der gleichzeitig als Stadtrundfahrtenbus diente. War eine hübsche Fahrt – vorbei an vielen Parks mit riesigen Bäumen, vielen Einkaufsstraßen und hübschen Wohngegenden (die Häuser sind hier alle sehr flach, die Straßen teils sehr steil – kein Wunder bei einer Stadt mit fast 50 Vulkanen im Stadtgebiet).
Und zum Abendbrot gab es heute… richtig: Nudeln in Käsesoße, Nr. 3! Dazu ein paar nach-Hause-Telefonate und nun liegt Wolfi schon grunzend hinter mir. Ich bin auch total müde vom Laufen, vielleicht auch doch noch etwas von der Zeitumstellung und vor allem von dem ganzen Neuen, das noch irgendwie alles wüst und durcheinander scheint… Naja, wird schon werden…
Im Übrigen haben wir unser Hostel mit dem Doppelzimmer noch für eine weitere Nacht verlängert, weil wir keine Lust hatten, uns heute um eine neue Unterkunft zu kümmern und am Sonntag umzuziehen. Stattdessen haben wir für morgen einen schönen Ausflug mit Jelle geplant… ;-)

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Eine Antwort auf Die ersten Tage: Nudeln, Handy, Nudeln, Steuernummern…

  1. Kati sagt:

    Guten Morgen ihr zwei! Viele Grüße aus der Heimat von Kati u. Familie.Hoffe das Wetter ist etwas besser geworden.Bei uns war es heute ganz schön.Sind mit den Rädern nach Thamsbrück gefahren. Lecker Eis essen ! Dort haben wir eure Mama auch getroffen.Haben auch eine Radtour gemacht. Also bis bald.Viel Spaß .Liebe Grüße

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