Sonntagsausflug auf den Vulkangipfel von Rangitoto Island

Um 10.30 Uhr sollte unsere Fähre den Hafen von Auckland verlassen. Als wir jedoch mit Jelle im strömenden Regen die Tickets kaufen wollten, haben wir erfahren, dass ausgerechnet diese eine Fahrt gecancelt wurde… Hm, haben wir uns beim Kaffee die Zeit vertrieben und sind mit der nächsten Fähre um 12.15 Uhr aufgebrochen. Schade war daran vor allem, dass die letzte Fähre schon um 16 Uhr zurückfährt und uns somit zwei Stunden weniger Zeit für die Inselerkundung blieben. Nach einer 25minütigen Fahrt auf dem türkisen Meer vorbei an Inseln mit traumhaften, grünen Vulkankegeln und Stränden und kurzem Halt in Devonport erreichten wir, wie immer im Wechsel von Regen, Wind und Sonne, den Anleger der einsamen, grünen Insel Rangitoto, auf der es außer beeindruckender Natur und dem riesigen, bewachsenen Vulkan nichts – nicht einmal einen kleinen Laden – gibt.

Kaum betraten wir die Insel, schon lachte die Sonne! Statt den Traktoranhänger zu nehmen sind wir zu Fuß losmarschiert und haben beeindruckt von der uns fremden Flora, dem Farbspiel von schwarzem Lavastein, grünen Pflanzen und türkisem Meer schon auf den ersten Metern endlose Fotos gemacht.

Hier wächst das prächtig, was bei uns zuhause in den Töpfen und Beeten fleißig eingeht! Wir sind uns nicht sicher, aber es sah aus wie Rhododendron und verschiedenste Farne. Mit eineinhalb Stunden war der Weg bis zum Vulkangipfel angegeben. Nachdem wir die erste Dreiviertelstunde übermotiviert binnen zwanzig Minuten hinter uns gebracht hatten und nun ziemlich durchnässt und abgekämpft waren, drosselten wir als es ans Bergauf ging unser Tempo mehr und mehr, zogen Jacken aus und wieder an, stellten das Fotografieren ein und pausierten an jedem Aussichtspunkt als sei er die Rettung! Wir fanden fast, dass das bisher Gesehene auch schon ausreichen würde, selbst wenn wir es nicht bis zum Vulkan schafften.

Aber irgendwie quälten wir uns doch weiter und kamen tatsächlich nach knapp über einer Stunde auf dem Vulkankrater an. Es bot sich ein beeindruckendes Bild weniger des Kraters selbst, der so bewachsen war, dass er kaum an einen Vulkan erinnerte, als viel mehr der Inseln Aucklands mit ihren weichen, grünen Hügeln im Meer und darüber ein stahlblauer Himmel mit schönen, weißen Wolken, deren Schatten sich im Meer und auf den Hügeln der Inseln wiederspiegelten. Auch konnten wir Aucklands Shilouette mit dem SkyTower sowie der HarbourBridge in der Ferne sehen. Wir machten hier natürlich weitere hunderte Bilder und konnten fast gar nicht mehr aufhören, hätte nicht der Wind so kalt geblasen.

Wir umwanderten den Vulkankrater, hatten eine kurze, erfolglose Geocache-Suche und machten uns mit schmerzenden Beinen wieder an den Abstieg, auf welchem noch einmal viele, viele Fotos von denselben Motiven folgten. Gern hätten wir noch die Lavahöhlen und eine verlassene Bucht angeschaut, doch neben den Schmerzen hinderte uns auch die bald abfahrende Fähre leider daran! Am Anleger erkundeten wir kurz noch die Umgebung, entdeckten tausende, duftende Blumen – wir vermuteten eine Mischung zwischen Krokus und Orchidee… Ist ja auch egal, hat wunderbar geduftet und toll ausgesehen (und gab viele Fotos…).

Ein wunderschöner, weißer Strand mit vielen Muscheln, schwarzen Lavasteinen und grünen Hügeln darüber mit Schäfchen darauf versteckte sich hinter der nächsten Kurve, doch da kam auch schon unsere Fähre und es ging auf einer Fahrt, auf der sich noch einmal schönste Bilder inklusive leuchtendem Regenbogen sowie Auckland boten, zurück…

Dank des Lunchpakets von Jelles Gastmutter sind wir heute sogar zu frischem Obst gekommen. Und wie gut diese kleinen, einheimischen Orangen doch schmeckten. Haben uns sogar noch Äpfel gekauft, aber um es nicht zu gesund werden zu lassen, gab es zum Abendbrot… nein… keine Käse- sondern Tomatennudeln :-)
Wir haben das Hostel erneut um eine Nacht verlängert und wollen morgen schauen, ob wir mal mit der Auto-oder-Bus-Frage weiterkommen und unsere Tour außerhalb Aucklands in Richtung Northland beginnen können.

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